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Dominique Lothaller auf dem 1. PlatzDominique Lothaller auf dem 1. Platz

 

Apfelland-Triathlon am 26.5.18

Veröffentlicht am 13.06.2018

Ein kleiner Trainings-Triathlon musste schon sein vorm Austria extrem, einmal swim-bike-run spüren und erleben :-) auch wenn ja eigentlich jeder Wettkampf ein Training (fürs Leben) ist... möglichst ein kleinerer, kein großes halligalli, weniger Starter, etwas "ruhiges" sozusagen... und so fiel die Wahl auf den Apfelland Tri.

Perfekte Bedingungen, Wassertemperatur 21 Grad, fast windstill, Sonne am Rad und Wolken beim Laufen, gefühlt nicht so heiß wie erwartet und die Gewitter blieben auch aus bzw in den naheliegenden Bergen hängen.

Einmal durchputzen war angesagt, ein hartes Training, und das wichtigste: Spaß haben am drauf drücken!!

Ich hatte zwar nicht für so etwas "kurzes" (Mitteldistanz) trainiert, hatte aber irgendwie das Gefühl, dass es gut gehen würde.

Mein erster Triathlon "ganz alleine", da mein Schatz arbeiten musste - ganz in der Nähe in Graz, aber leider halt nicht am Streckenrand ;-) - früher hätte ich mir das nicht zugetraut! Noch dazu, wenn ich weiß, ich muss danach selber Auto fahren, da kann ich meistens nicht entspannt Gas geben. Aber zumindest stand auch eine liebe Freundin am Start, und so war ich ja doch nicht ganz alleine...

Startschuss, ins Wasser laufen und einfach mal rein hauen. Anfangs ein bisschen Gedränge wie immer und ich brauchte eine Zeit, um mich frei zu schwimmen, aber dann ging es gut dahin, der See war einfach herrlich!!

Und nach 27,5 min (die Strecke war etwas zu kurz, so schnell schwimme ich wirklich nicht!! ;-)) stieg ich ziemlich weit vorne aus dem Wasser, fühlte mich top und trat gleich ordentlich in die Pedale. Das Ziel war, möglichst viel im 190-200 Watt-Bereich zu fahren, also Richtung 4 Watt/kg, und zu schauen, wie es mir dabei geht und was dann läuferisch am Halbmarathon noch möglich wäre. Ohne mich weg zu schießen, denn direkt auf das Rennen standen die härtesten 2 Wochen für den Austria extrem am Plan!!! Also lieber etwas mehr Druck am Rad und dafür etwas lockerer laufen, denn letzteres ist ja doch die größere Belastung für den Körper.

Nach knapp 10 km fuhr ich auf die erste Dame, die ich bisher gesehen hatte, auf und wir matchten uns ein wenig. Ich wusste nicht, dass wir das Rennen bereits anführten, dachte mir aber, dass nicht allzu viele Frauen noch vor uns sein konnten. Also überlegte ich, wie was wo bzw wann ich eine "Attacke" starten würde und entschied mich spontan für "jetzt gleich!!" :-) und gab eine zeitlang richtig Gas, um sie hinter mir zu lassen. 

Wenig später rief man mir mehrmals zu, ich sei die erste Frau - ui, ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dran denke, das war ein Gefühl! - und da beschloss ich, Nägel mit Köpfen zu machen und mir jetzt möglichst einen Vorsprung raus zu radeln, um dann entspannter laufen und mich sozusagen schonen zu können. Ich genoss den Radpart unglaublich, was für eine nette Strecke! Und mit 1000 hm auf 88 km ganz mein Ding, das machte richtig Spaß!

 

Das Gefühl, als erste Frau ins Laufen zu gehen, war dann nochmals so ein Kick, ich lief viel zu schnell weg und schluckte viel zu viel Luft vor lauter Aufregung, sodass meine rechte Seite in der Lebergegend gleich einmal krampfte, na das war weniger lustig. Ich konnte es mir aber während des Laufens selber ganz gut weg-massieren, Gott sei Dank! und als am Ende der ersten Runde (es ging 5x um den See) dann noch mein Schatz plötzlich unerwartet am Streckenrand stand, war alles gut :-)

Ich ging mit 7 min Vorsprung vom Rad in den Halbmarathon, lief hauptsächlich nach Gefühl mein Tempo, das ich "angenehm, aber als gutes Training" empand, nach der zweiten Runde waren es dann schon 11 min Vorsprung auf die zweite Dame, und so versuchte ich wirklich, das ganze zu genießen, ich liebe laufen, die Strecke war total nett, alles passte und wie oft komm ich in so eine Situation? Das war schon unglaublich und ich konnte es gar nicht begreifen, was da passierte. Ich genoss wirklich jeden km und die Zeit verflog nur so, schon ging es Richtung Ziel ...yesssss mein erster Gesamtsieg bei einem sozusagen „normalen“ Triathlon, ich glaub‘s nicht!!!! Das Gefühl war unglaublich und jetzt beim Schreiben kommt es mir vor wie eine Geschichte, die ich selber gelesen habe und nach erzähle.

Obendrauf gab es noch den Streckenrekord bei den Damen mit 4:40 (wie gesagt,es war alles ein bisschen zu kurz, auch das laufen mit 20,5 statt 21,1 km!!), meine erste halbdistanz unter 5h und alles in allem war es einfach nur ein megageniales Rennen :-)

 

Leider waren es steirische und nicht oberösterreichische Meisterschaften, aber das ist für mich kein Kriterium, ein Rennen auszusuchen ;-) Danach ging es mir richtig gut und das Training ging nach 2 lockeren Tagen gleich vollgas weiter, Endspurt für den Austria extrem, für den ich jetzt bereits taper.

Nächste Woche steht also die für mich bisher größte Wettkampf-Herausforderung ins Haus, bin ja gespannt...

 

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