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Sponsoring-Paket und TrikotSponsoring-Paket und Trikot

Ironman Klagenfurt am 26.06.14

Veröffentlicht am 30.07.2014

Da steh ich also, ein paar Minuten noch bis zum Startschuss für meinen 6ten Ironman, zum ersten Mal auf heimischem Boden. Das Wetter soll bis zum Abend halten, über dem Wörthersee ein Regenbogen, tolle Stimmung... ich fühle mich gar nicht so nervös, jetzt nicht mehr, die Tage davor waren schon etwas stressig. Los geht's!! Mit vollem Schwung ins Wasser und Vollgas zur ersten Boje...

...unbedingt versuchen, mit schnelleren Schwimmern am Anfang weg zu kommen, um nicht hinten in der Masse zu versinken. Das gelingt mir auch ganz gut und bis auf ein paar Schläge und Gerangel ab der ersten Boje läuft es richtig gut, nur im Kanal, in den der See dann mündet, wird es anfangs weniger lustig. Mit Schwimmen hat das nichts mehr zu tun, hier sammelt sich das Teilnehmerfeld, das sich zuvor verschwommen hat, auf engem Raum und das "Schwimmen" wird zu einem einzigen sich-über-Wasser-halten, nicht lustig. Aber es gelingt mir, mich frei zu schwimmen und weiter geht es bis zum Ausstieg, wo ich nach 1h und 3min aus dem Wasser komme, absolute Rekordzeit, hurra!! Allerdings ist die Strecke in Kärnten etwas kürzer gesteckt, das muss man schon zugeben.

Dann ab aufs Rad, viel zu viele Teilnehmer, auch hier immer wieder ein Gedränge, dem Windschatten zu entkommen, ist anfangs eineDominique Binder 26.6.14Dominique Binder 26.6.14 schwierige Aufgabe - die so mancher Teilnehmer nach anschließenden Berichten und Beobachtungen auch bis zum Ende der 180km-Strecke nicht gelöst hatte  Die erste Runde läuft gut, ich komme gut in den Rhythmus, esse und trinke genug und schaffe sogar die angepeilten Zwischenzeiten. Dann kommt leider ordentlicher Wind auf und auch 2 Regengüsse erschweren die zweite Runde - und so treffe ich leider eine falsche Entscheidung: Ich möchte unbedingt die angepeilte Radzeit halbwegs einhalten bzw. nicht zu sehr überschreiten und trete in die Pedale, als ob es kein morgen mehr gäbe. Dabei vergesse ich vor lauter "Kampfstimmung" komplett aufs Essen und lande nach 5h 30 min glücklich über die Radzeit, aber völlig erschöpft und leer in der Wechselzone und starte den Marathon.

Die Muskeln sind noch gut beisammen, aber der Körper schreit laut: "bitte hinlegen!! und trinken!!" und das jetzt schon? oje, oje, das könnten unlustige 42 km werden, ... ja, das waren sie auch  ich merke schnell, dass das trainierte Marathontempo unmöglich machbar ist und schalte einen Gang runter, bevor der Tank ganz leer ist und gar nichts mehr geht. Trotz relativ lockerem Lauftempos keuche ich dahin wie eine Dampflock und konzentriere mich immer nur auf den Weg zur nächsten Labestation, um weiter zu trinken. Auch hier ist das Essen wieder völlig vergessen, ich bin einfach schon "drüber". Schade, denn Laufen ist meine Lieblingsdisziplin und ich freu mich immer auf den Marathon, aber hier hält sich der Spaß in Grenzen -  der gesamte Marathon wird in diesem Zustand der totalen Erschöpfung eine ziemliche Herausforderung.

Trotzdem kommt nach 10h 17 min das heiß ersehnte Ziel und ich freu mich sehr über den 30. Gesamtrang von über 300 Frauen und Platz 6 in meiner Altersklasse von 61 Teilnehmerinnen. 

Viel dazu gelernt, ab jetzt wird gegessen und Energie für den Lauf aufgehoben... Was hilft das beste Bio-Essen, wenn es in den Taschen von Rad und Trikot liegen bleibt?? .....