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Der Schröckerbauer wälzt die Saatkartoffeln in Steinmehl

“Es ist ein wunderbares Gefühl, mit der Natur zu wirtschaften, jedes Jahr auszusäen und im Herbst so beschenkt zu werden. Mir ist es wichtig, gesunde Lebensmittel zu produzieren und  dieses Stück Erde gesund zu erhalten. Schließlich habe ich es nur für eine bestimmte Zeit – um es dann wieder an die nächste Generation weiterzugeben.” 

Robert Tragler, Pettenbach

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Bio-Pioniere aus Pettenbach: Familie Tragler

Erdäpfel, Speck, Getreide und Sonnenblumenöl liefert der Traglerhof in den BioBauernladen Kremstal. Und der sorgfältige Umgang z.B. mit den Erdäpfeln ist schon bemerkenswert.

Am Anfang steht der Boden. Nur an der Oberfläche lockert Robert Tragler ohne Pflug die Krume und mischt kompostierten Mist unter. Eine vielfältige Fruchtfolge sorgt ebenfalls für lockere Erde. Die Saatkartoffeln kriegen aber auch noch eine Extrapflege. Nach dem Ankeimen werden sie in Steinmehl gewälzt: Wachstumsvorsprung und Schutz vor Fäule und Kartoffelkäfern. Beim Einlegen, Pflegen und Ernten werden die so genannten Wurzeltage im Thunschen (Mond-)Aussaatkalender berücksichtigt. Sorgfältige händische Auslese, gute Lüftung und Kühlung nach der Ernte sind dann schon selbstverständlich. Aus diesen Erdäpfeln lässt sich etwas machen...

Doch es gibt noch mehr beim “Schröckerbauern”: z.B. 1600 Bio-Legehennen, 50 Mastschweine, 5 Mutterkühe  mit Nachzucht und ein Pony.

Die blühenden Sonnenblumen beim Hof sind eine Pracht – und eine gute Bienenweide. Aus den Kernen wird in der Region hochwertiges Speiseöl kalt gepresst. Einen kleinen Teil kriegen die Hühner.  Im nächsten Jahr gehen in der Kleebrache Sonnenblumen wild auf: Zusammen ein ideales Frisch- und Silagefutter für die Schweine.

Die Schweine werden ohne Transportstress direkt am Hof geschlachtet. Das Fleisch wird drei Wochen lang nur mit Hallstädter Natursalz, Biogewürzen und Knoblauch eingesurt. Der Speck ist dadurch etwas heller als gewohnt. Er wird eine Woche lang mit buchenen Sagscharten kalt geräuchert.

Zum Getreide kommt auf dem Feld immer eine Untersaat Klee, der den Boden bedeckt und ein ideales Futter für Regenwürmer und andere wichtige Bodenlebewesen ist. Die alte Dinkelsorte "Ostro", ist Übrigens noch rein, also ohne ertragssteigernd eingekreuzten Weizen.

An der Vielseitigkeit seines Betriebes sind außer Robert Tragler seine Eltern, seine Lebensgefährtin und viele Freunde beteiligt, die gerne gegen Naturalientausch mithelfen, seinen Traumberuf möglich zu machen.